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Präsentations-Prozess/Presentation Process

DE

Ablauf einer Unterbrechung durch Zuhörer

Warum:

Wie:

Was:

Eine Unterbrechung während einer Präsentation kann bei dem Vortragenden Reaktions-Muster auslösen, die nicht immer eine optionale Handhabung darstellen und so zu einer  unnötigen Verschlechterung der Situation führen.

Deshalb hier eine mögliche Bewusstmachung dessen, was bei einer Unterbrechung ablaufen könnte – in theoretisch aufgeschlüsselter Form:

  • Es muss beim Zuhörer eine Ursache vorliegen, um unterbrechen zu wollen.
  • Diese Unterbrechung kann ganz unterschiedlich ausfallen: Vom aktiven Formulieren einer Anmerkung/Frage bis hin zum passiven Abwenden vom Thema zu ganz anderen Gedanken.
  • Je nach dem kann es einfach oder auch schwierig sein, diese Unterbrechung wahr zu nehmen. Ein erstes Risiko hier ist die Achtlosigkeit.
  • Anschließend analysiert der Vortragende die Unterbrechung und fragt ggf. zwecks Verständnis nach. Ein zweites Risiko ist diesen Schritt aus Voreiligkeit auszulassen.
  • Jetzt kann der Vortragende seine Diagnose über die Ursache der Unterbrechung stellen.
  • Nach der Diagnose kann die Unterbrechung „gelöst“ werden. Hier besteht das dritte Risiko wieder aus Voreiligkeit den Schritt auszulassen.
  • Zum Abschluss folgt die eigentliche Reaktion auf die Unterbrechung. Hier besteht das vierte Risiko wieder in die Ich-Falle (Curse of knowledge) nach Kennedy 1995). bzw. unnötige Rechtfertigung zu verfallen

EN

Procedure for an interruption by a member of the audience

Why:

How:

What:

An interruption during a presentation can trigger certain reactions in the speaker that are not always optional, thereby leading to an unnecessary deterioration of the situation.

Therefore, here is a possible way of raising awareness of what might happen during an interruption – broken down in theoretical terms:

  • There must be a reason why the listener wishes to interrupt.
  • This interruption can take many different forms: from actively voicing a comment or question to passively drifting away from the topic to entirely different thoughts.
  • Depending on the circumstances, it may be easy or difficult to notice this interruption. An initial risk here is inattention.
  • The speaker then analyses the interruption and, if necessary, asks for clarification to ensure understanding. A second risk is skipping this step out of haste.
  • The speaker can now diagnose the cause of the interruption.
  • Once the cause has been identified, the interruption can be ‘resolved’. Here, the third risk is again to skip this step out of haste.
  • Finally, the actual response to the interruption follows. Here, the fourth risk is to fall into the ‘curse of knowledge’ (as described by Kennedy in 1995) or to resort to unnecessary justification.